Resümee: Forum Zukunft Naturstein 2026

Das Forum Zukunft Naturstein hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Steinmetzhandwerk, Architektur und Industrie ist. Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung in die WKO Steiermark – darunter zahlreiche Architektinnen und Architekten sowie Steinmetzinnen und Steinmetze.

Die Fachvorträge boten einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Naturstein. Themen waren unter anderem Materialität, Farben und Oberflächen, nachhaltiges und massives Bauen sowie Terrazzo, Kunststein und innovative Anwendungen in anspruchsvollen Bauprojekten.
Margit Vollmert zeigte anhand verschiedener Farb- und Oberflächenkonzepte, wie das Zusammenspiel unterschiedlicher Materialien die Wirkung von Architektur prägt. Hermann Gasser widmete sich den Möglichkeiten des massiven Bauens mit Naturstein und warf einen Blick auf zukünftige Entwicklungen. Reiner Krug stellte die nachhaltigen und langlebigen Eigenschaften des Werkstoffs in den Mittelpunkt. Architekt Ernst Giselbrecht verdeutlichte anhand praxisnaher Beispiele das große Potenzial von Naturstein im Gesundheits- und Spitalsbau.
Mit ihrem Vortrag über Terrazzo ergänzte Stephanie Gierer das Programm um eine weitere spannende Facette. Irina Raddato zeigte moderne gestalterische Anwendungen und neue Perspektiven für den Einsatz von Naturstein auf. Insgesamt wurde deutlich, wie breit das Spektrum heute reicht – von langlebigen Baukonstruktionen über Architektur und Innenraumgestaltung bis hin zu innovativen Oberflächen und kunststeinähnlichen Materialien.
Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von Richard Wazke. Sie bot Gelegenheit, die unterschiedlichen Sichtweisen aus Architektur, Handwerk, Materialentwicklung und Planung zusammenzuführen und im persönlichen Austausch zu vertiefen.
Besonders erfreulich war auch die Resonanz aus dem universitären Bereich. Ein Professor bezeichnete den Vortrag von Hermann Gasser als „augenöffnend“. Dieses Feedback zeigt, dass Naturstein nicht nur im Handwerk und in der Planung, sondern auch in Lehre und Forschung großes Potenzial besitzt. Bereits in den kommenden Wochen ist daher ein Treffen an der Universität geplant, um mögliche Kooperationen und gemeinsame Themenfelder auszuloten.
Auch die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fielen durchwegs positiv aus. Ewald Viereck schrieb nach der Veranstaltung:
„Ich möchte mich im Nachhinein für die guten Vorträge in der WKO bedanken und ich hoffe, dass wir in der nächsten Zeit wieder zum Stein greifen. Die Vorträge waren sehr gut, insbesondere auch die begleitenden Themen wie Farben und Oberflächen sowie das Thema Kunststein.“
Besonders hervorgehoben wurden die praxisnahen Beispiele aus den Vorträgen von Margit Vollmert sowie der eindrucksvolle Beitrag von Architekt Ernst Giselbrecht zum Einsatz von Naturstein im Gesundheits- und Medizinbereich. Sein Resümee: Naturstein sollte bei zukünftigen Projekten wieder verstärkt berücksichtigt werden.
Das Forum hat einmal mehr gezeigt, dass erfolgreiche Veranstaltungen nicht allein von hochwertigen Fachvorträgen leben, sondern vor allem vom persönlichen Austausch, neuen Kontakten und gemeinsamen Perspektiven. Gerade in einer Zeit, in der Kooperationen und starke Netzwerke zunehmend an Bedeutung gewinnen, ist der Dialog zwischen Architektur, Planung und Steinmetzhandwerk wichtiger denn je.
Die durchwegs positive Resonanz ist daher ein klarer Ansporn, das Forum Zukunft Naturstein fortzuführen. Denn Naturstein vereint gestalterische Qualität, technische Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit – Eigenschaften, die ihn auch künftig zu einem zukunftsweisenden Baustoff machen.
LIM Josef Kaindlbauer

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